Ans Ende

Lago Maggiore - Premierenurlaub mit Baby.


Freiburg, Arona... der Start

Freiburg Freiburg - Lago Maggiore - München - Düsseldorf - so der Plan anstatt Myanmar, Vietnam und Kambodscha.
Mit dabei ein neuer Protagonist in unserem Leben: Emilia :-), unsere Tochter, zarte 4,5 Monate alt.

Herausforderungen dabei: Alles muss einigermaßen babygerecht sein.
Unser Glück: Unsere Tochter ist generell neugierig und gut gelaunt, da machen Experimente Spaß!

Und so geht es in 5 Stunden mit einer Pause, einmal verfahren und keinmal Knatschen nach Freiburg. Warum ausgerechnet dahin ? Jens hatte mal gehört, dass Freiburg die Stadt mit den meisten Sonnenstunden in Deutschland ist!
Als wir ankommen: Regen.

Trotzdem gehen wir ein Sträßchen rum, besichtigen das Münster in der Altstadt (ganz nett) und essen ein fantastisches Essen im Ganter Brauhaus am Domplatz.
Es war -für meinen Geschmack- so außerordentlich gut, dass ich es separat erwähnen muss: Ein Nudelnest mit Pfifferlingen und dazu ein verdammt leckeres Bier. Etwas teuer, aber jeden Cent wert!

Übernachten tun wir im Stay Inn Freiburg Hostel, eine bessere Jugendherberge für 55 Euro die Nacht. Ich denke das ist ein akzeptabler Kompromiss, es bleibt günstig, aber viel erwarten kann man nicht. Wir haben uns wohl gefühlt. Ansonsten haben wir Freiburg oberflächlich ein wenig kennengelernt (sooo schlecht war das Wetter auch nicht ;), es ist ein nettes Städtchen, das man mal gesehen haben sollte.

Eine Nacht später ging es weitere knapp 6 Stunden mit dem Auto nach Arona, Italien, Lago Maggiore.
Der Weg dahin: Mittelmäßig und teuer; Maut in der Schweiz (40 Euro), 3x Maut in Italien an diversen Straßen (~7 Euro), ca. 30 Minuten Stau vor dem Gotthardtunnel - dazu heute ein wenig beleidigt sein von unserer Kleinsten, dass Sie schon wieder Auto fahren muss. Aber alles im Rahmen, nicht einmal einen extra Knatschzwischenstopp war notwendig. Kinderwagen

Im Ort angekommen finden wir schnell unsere Wohnung und werden SEHR herzlich empfangen. Maria Pia und Annabell sind zwei Damen die uns gerne willkommen heißen. 800 Euro für 10 Tage zahlen wir für eine 2 Zimmer Wohnung mit hohen Decken und allem was man (und Baby) braucht - toll!

Hier scheint die Sonne, so spazieren wir einmal auf und ab und sehen einen kleinen aber feinen Ort.
Erste Ernüchterung: Kein Lokal hat Platz für uns (liegt nicht am Baby!), es ist einfach alles voll. So landen wir in einer Osteria, zahlen viel zu viel für eine kleine Portion Nudeln mit Tomatensouce. Da haben wir Steigerungspotential für die kommenden Tage....
Trotzdem erster Eindruck vom Ort ist positiv, wir haben einen Regenbogen, eine Ruine und einen schönen See gesehen und unsere Emilia spielt auch hervorragend mit!

Arona - was kann man hier machen ? Mit Baby...

Lago Maggiore
Das Erste was in Arona ins Auge fällt ist natürlich der See und somit die direkt am Ufer befindliche Promenade - schön! Zwar nicht eeeeewig lang, aber doch sehenswert und auch mit Kinderwagen problemlos abfahrbar.
Herausforderung: Die Italiener nehmen es mit dem Zebrastreifen nicht so genau, insofern ist jede Straßenüberquerung eine Herausforderung.
Herausforderung 2: Italienerinnen lieben Kinder... so wird Emilia belächelt, ab und an angesprochen und sogar angeknufft. Süß aber aufpassen, zum Entführen fehlt nicht mehr viel ;)

Steiler Weg Ein weiterer schöner Ausflug führt auf den Berg hoch zu den "Rocca di Arona" - hier stehen alte Steine (wohl von Napoleon zerstört), die Wanderung an der Straße entlang ist etwas steil (siehe Foto ;), aber im Gegensatz zum eigentlichen Wanderweg Kinderwagenkompatibel und oben hat man neben WLAN auch Ziegen und Gänse und kann bei einer 3-Euro Coke Zero entspannen.
An einem anderen Tag sind wir hier den Wanderweg mit Manduka (Tragetasche für Baby) hochgewandert - dauert ca. 7 Minuten, ist trotzdem anstrengend ;)

Alles in allem einen Ausflug wert! vor der Statue

Die zweite große Sehenswürdigkeit des Ortes ist die Statue von San Carlo. Per Jogging habe ich die Wege erkundet und bin der Meinung, mit Kinderwagen hoch ist zu gefährlich - Serpentinen die uneinsichtig sind, kaum Bürgersteige... also sind wir hier mit Manduka hochgewandert. Alles in Allem eine anstrengende aber coole Wanderung, dauert eine knappe Stunde. Angekommen an der Statue geht es hoch zum Balkon für 3 Euro und für 5 Euro hoch in den Kopf der Statue - Adrenalinkick inclusive, es geht innen ca. 10 Meter ungesichert senkrecht nach oben an einer Leiter... Natürlich ohne Baby ;). Oben hat man, nachdem man das Herzrasen im Griff hat, einen akzeptablen Ausblick - ich würde sagen hier war der Weg das Ziel.
Drumherum liegt ein netter Park, den wir aber nicht näher untersucht haben.

Weiterhin hat man in Arona die Möglichkeit an einen kleinen Wiesenstrand zu gehen, den Lido von Arona. Fußläufig erreichbar ab Zentrum, Eintritt frei, ganz nett aber auch nicht wirklich gemütlich. Als ich mit Baby auf einer Schaukel saß wurden wir vertrieben - ist ja nur für Kinder =/.
Wir waren 2x dort, aber ein wirklicher Strandersatz ist das nicht

Ansonsten haben wir in Arona viele Restaurants und Eiscafes getestet. Hervorzuheben ist das Restaurant Aldo's am Plaza Popolo - die Pizza schmeckt außergewöhnlich gut, die Lage ist fantastisch und die Preise... naja, man kann überleben ;)

Ebenfalls zu empfehlen ist die Eisdiele Marcella - verdammt lecker.

Unsere Wohnung ist übrigens absolut eine Empfehlung; Supernette Hauswirtin, Platz ohne Ende (Wir haben das Wohnzimmer nie genutzt) und alles da was man braucht.
Top! - Link zur Ferienwohnung


Welche anderen Orte und Sehenswürdigkeiten kann man ab Arona erschließen ?

Stresa

Stresa
Als erstes besuchten wir den kleinen netten Ort Stresa, einen der bekanntesten Nachbarorte, ca. 30 Autominuten entfernt.
Den Ort wollten wir uns anschauen und dann wiederkommen, denn da soll man so allerlei machen können;
Einen tollen Strand soll es hier geben, mit einer Gondel soll man auf einen Berg kommen, per Sommerrodelbahn soll es wieder runtergehen und ein paar Inseln kann man ab hier besuchen.


3 negative Punkte, 3 Sachen die wir dann nicht gemacht haben - aber positiv bleibt zu erwähnen: Wir haben einen Parkplatz gefunden (nach 10 Minuten rumkurven), sind einmal die Promenade entlang gegangen, haben einen Cafe getrunken und sind durch die Altstadt zurückgegangen. Damit haben wir einen ganzen Nachmittag verbracht, ganz in Ruhe und chillig.... Es hat sich gelohnt und die kleine Stadt ist sehenswert.

Locarno und Ascona

Dann waren wir in der Schweiz, Besuch in Locarno und Ascona. Schweiz
Die Fahrt an sich dahin war nicht so schön. Zwar ging es ständig am See entlang, aber insgesamt saßen wir pro Strecke über 2 Stunden im Auto (Navi hatte uns vorher etwas von 1:20 versprochen...).
Einmal in der Schweiz angekommen bleibt zu erzählen: Wunderschöne Städte, besonders Ascona hat uns gefallen. Sehr schöne Straßen und eine tolle Promenade.
Sehr gemütlich geht es hier zu. Wir haben "am Ende des Sees" in einem Lokal gegessen und die Zeit genossen. Nachteil: Preise sind schon sehr, sehr erhöht... Ein Essen unter 20 Franken / Euro ist nicht zu bekommen.
Weiterhin Erwähnenswert: Die Ferraridichte habe ich so hoch wie sonst nirgendwo wahrgenommen!

Auf dem Rückweg ging dann leider unser Auspuff kaputt, so dass sich unser Golf fortan ebenfalls wie ein Ferrari anhörte...
175 Euro (ca. 50 Euro mehr als in DE) hat die Reparatur gekostet, dank unserer Hauswirtin Pia Maria fühlten wir uns in echt guten Händen. Ich hoffe mal das der neue Auspuff nun weitere 10 Jahre überlebt...

Angera

Total klein und unspektakulär, aber verdammt cool fanden wir Angera. Ein Ort zum Wohlfühlen.
Blick auf Angera
Angera liegt 5 Schiffsminuten (die erste Schifffahrt von Emilia!) von Arona entfernt. Dort angekommen gibt es sehr wenig...
Mit Emilia auf der Burg Aber eine schöne Wanderung (Mit Kinderwagen) zur Burg.
Diese kann man besichtigen (es gibt eine Puppen- und Spielzeugausstellung) und ist auch wirklich eine Besichtigung wert. Besonders toll: Der Blick auf Arona vom obersten Turm: Da merkt man wie schön Arona doch ist!
Ansonsten war auch das Puppenmuseum ganz nett, die Burg hat viele Räume, alle kann man in Ruhe besichtigen. Emilia schien ihre erste Burgbesichtigung ihres Lebens gefallen zu haben :-)
Weiterhin schön in Angera: Am See rumliegen! Zunächst haben wir es uns auf einer gut gepflegten Wiese gemütlich gemacht - einfach schön.
Dann, weil es uns so gut gefallen hat sind wir wiedergekommen und haben den Lido besucht. Hier gibt es eine nette Bar (Die Wirtin hat sich in Emilia verliebt!) und eine Liegeschirmcombo für 17 (!) Euro, aber für einen Tag Strandfeeling war es uns das wert. Auch unsere Tochter ließ uns hier Zeit zur Entspannung (Danke!).

Rückreise - Liechtenstein, München, Heidelberg...

Mit Bernhard und Emilia frühstücken Am Marienplatz Nach 10 Nächten Angera ging es zurück nach Deutschland - vor der endgültigen Heimreise gibt es aber einen Kurzbesuch bei Bernhard in München!
Auf dem Weg dorthin machen wir einen Mittagsstopp in Liechtenstein - eine weitere Flagge für unsere erschlossenen Länder! Liechtenstein ist süß, erster Eindruck ist sehr gut. Gerne hätten wir hier einige Tage gelebt und wären auch gerne einmal zum Schloss hoch gewandert. Aber dafür reicht die Zeit nicht und ehrlicherweise reicht hier auch das Geld nicht. Verdammt teuer!

In München angekommen bekommen wir ein Zimmer in einer für unseren Geschmack nicht schön gepflegten Wohnung, welches wir via Airbnb gebucht haben. Eine überaus vollgestellte Wohnung in der 6ten Etage - Lage aber absolut in Ordnung.
So erschließen wir nun zum xten mal wir München, dieses mal mit Emilia. Wir gehen am Marienplatz im Cafe Glockenspiel frühstücken (sehr lecker!), besuchen den traumhaften Isarstrand (gerne hätten wir hier mehr Zeit gehabt) und gehen abends in ein schickes Veggi Restaurant, das TIAN. Hier streikt allerdings Emilia und eine krasse Knatschattacke sorgt dafür, dass wir dann doch relativ zeitig zu Hause sind.
Aber es war schön alte Freunde mal wiederzusehen und München ist immer eine Reise wert!

Tags darauf geht es Heim gen Düsseldorf. Wir erschließen noch kurz Heidelberg (auch schön) in unserer Mittagspause und damit ist der Urlaub dann leider vorbei :*/

Urlaub mit Baby - was bedeutet das eigentlich ?

Flughafen, in den Bus, von Stadt zu Stadt, Feiern, Abends Bier a mass, von der Hand in den Mund leben, chillen, keine Rücksicht auf niemanden...
Alles erst einmal vorbei!
Das gibt es so nicht mehr.

Aber das war auch so klar. Stattdessen gehen wir die Sachen viiiiiiel gelassener an.
Ausschlafen - logo!
Losgehen unter Druck ? Nein, lieber warten bis die Kleine noch einmal was gegessen hat.
Hektik ? Fremdwort!
Abends Party und Musik ? Ja, wenn wir Ärzte und Hosen Lieder mit dem Baby singen :-), danach dann noch in Ruhe ein Glas Wein auf dem Balkon (statt Cocktails bis tief in die Nacht)
OK, fairerweise haben wir auch einen Abend draußen in einer Bar verbracht, aber das war eine Ausnahme ;).
Der Lebens/Urlaubsstil ändert sich fürs erste.
Was ich daraus mitnehme: Es ist eine andere Art von Urlaub, aber eine, wo man seinem Nachwuchs langsam an das Leben heranführen kann, tolle Sachen zeigen kann und sich gegenseitig noch intensiver kennenlernen kann.
Wie bringe ich mein Kind zum Lächeln ? Was macht es glücklich ? Wie können wir aufeinander reagieren ?
Hier habe ich die Zeit das alles auszuprobieren, um mit meiner Frau den richtigen Weg zu finden
Babyurlaub sehe ich als Teil einer gesunden Basis für das weitere vertrauensvolle Leben miteinander.
Und vielleicht profitieren wir davon ihr so früh fremde Kulturen zu zeigen, so dass wir bald mit ihr in Abenteuerliche Gebiete vordringen können :-)
Baby Arona. Nett.

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