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Citytrip Venedig


Venedig, angekommen am Flughafen Marco Polo.

Typisch Venedig Aussteigen aus dem Flugzeug - was kommt jetzt?
Touristenabzocke ab dem Flugzeugausstieg?
Höchstpreise zu Mindestqualität ?

Marco Polo Reiseführer
Unser Reiseführer, der kleine Marco Polo (siehe links) hat uns vorgewarnt...
Nein, erst einmal unterscheidet sich hier nichts von einem normalen Flughafen.
Alles in Ordnung...


Etwas planlos sind wir zwar, aber wir schaffen es trotzdem uns problemlos ein Ticket zu sichern (15 Euro p.P), welches uns bis zur Rialtobrücke bringt.
Transportmittel: Wasserbus – definitiv nichts für Seekrankanfällige...

Der Bus schippert gemütlich gen Lagune und von jedem Pfahl der den Weg säumt, grinst uns eine Möwe an. Schön!
Dann sehen wir den Canal Grande und fahren in die Stadt ein. Es ist tatsächlich so wie im Buch:
Es gibt keine Autos, die Stadt steht im Wasser! Und es sieht alles toll aus! Hausbrücken

Aussteigen aus dem Bus tun wir an der Rialto Brücke, welche schön über den Canal Grande ragt. Auch hier nun, trotz Tourihochburgstelle, keine Schlepper. Wir merken allmählich, dass unsere in Kuba geerbte Skepsis uns dazu bringt alles etwas kritisch zu erwarten und danach dann positiv zu sehen.

So gehen wir (mit Ministadtplan) erstmals in die Gassen der Stadt. Und tatsächlich, ohne große Umwege (scheinbar) finden wir unseren Platz, den Campo Manin, sowie das in einer Seitengasse gelegene "Hotel Centauro".

Das Hotel macht einen guten Eindruck. Netter Italiener an der Rezeption, der uns freundlich seine Hilfe anbietet. Einzig etwas komische hier ist es, dass jeder Portier darauf besteht, dass man seinen Schlüssel abgibt. So bekommen wir bei undeutlicher Aussprache auch schon mal den Schlüssel von Nummer 13 anstatt unserer Nummer 30… Naja, aber es bleibt der einzige Wehrmutstropfen.

Drei Etagen geht es nach oben, das alte Gebäude hat keinen Lift. 65 Stufen… aus Stein mit einem dicken alten Teppich versehen. Der Anstieg ist eine Qual, auch für uns Regeltreppenbergsteiger.

Das Zimmer ist ein kleines Minizimmer, ich würde sagen, typisch venezianischer Stil. Tagesdecke hat dieselben Farbmuster wie die Tapete, Kleiderschrank, Bett, Stuhl und Vorhang sind alle mit demselben grünen Stoff bezogen.

Das Zimmer ist sauber, das Frühstück akzeptabel – ja, das Hotel können wir empfehlen.

Markusdom Nach Hotelerschließung geht es auf eine erste Tour durch unser Viertel, San Marco. Bis zum Markusplatz finden wir mehr oder weniger ohne Stadtplan. Hier schaffen wir es ohne Wartezeit in die 'Basilika San Marco' zu kommen. Kein Eintritt, dafür 2 Euro Gebühr, um das Heiligtum im Inneren zu sehen: der Sarkophag mit den Gebeinen des heiligen Markus sowie eine aus Gold und hunderten Edelsteinen bestehendes Bild, das 'Pala d'Oro'. Schön, 2 heilige Reliquien des Christentums.
Den Tresorraum (3 Euro Eintritt) haben wir uns geschenkt, hier soll einer der größte byzantischen Gold- und Silberschätze liegen.
Pizza mit Pommes
Anschließend geht es gemütlich die Promenade entlang, vorbei an der Seufzerbrücke bis hin zum alten Arsenal. Wir merken, dass dies eine der touristischen Hochburgen der Welt ist, hier sind die Touristen absolut in der Überzahl, Einheimische nehmen wir kaum wahr.

Abends geht es dann zum Restauranttipp aus dem Marco Polo Reiseführer, zur Pizzeria 'Due Colonne'. Der Weg ist abenteuerlich, aber es macht Spaß durch die Gassen zu irren. Ja, tatsächlich habe ich in der kommenden Nacht von Irrungen durch Gassen geträumt, einfach fantastisch!
42 Euro kostet unser Essen samt Vorspeise, Spritz, Wein und Pizza. Und es war lecker, hier kommen wir gerne noch einmal hin. Auch wenn die Bambini Azzurris in meinem Rücken Fußball spielen mussten und wir die ganze Zeit Angst vor Querschlägern hatten...

Kurz noch das 1:0 von Christiano Ronaldo auf dem Heimweg mitgenommen (und den Public Viewing Platz für das morgige Deutschlandspiel gegen Griechenland festgelegt) und dann geht es in eine traumreiche Nacht, schlafen.

Der nächste Tag beginnt mit einem Frühstück im Hotel.
Nichts Besonderes, aber gestärkt können wir den Tag beginnen.

Heute auf dem Programm: Abklappern der Highlights aus dem Marco Polo Reiseführer.

Start ist die Scala del Bovolo, ein lustig dreinschauendes Gebäude nahe unserem Hotel. Dann geht es wieder zum Markusplatz, der dieses Mal noch mehr Touristen beherbergt, es ist ja schließlich Freitag. Hoch geht es auf den Dom (8 Euro), ein schöner Blick bietet sich über Venedig, die Lagune und den Horizont. Auch diverse iPad Fotografen kann man aus dieser Höhe ausmachen.
Ob das Fotografieren mit möglichst großen Geräten Trend wird?


Panoramablick

Runter zum Markusplatz, die Schlange um in die Basilika zu kommen ist enorm. Das nahe gelegene Museum wird von außen bewundert (16 Euro pro Person sind uns dann doch zu viel um einmal über die Seufzerbrücke zu gehen), in den nicht wirklich erwähnenswerten Stadtpark und schlendernd durch die Straßen von Venedig. Ein Eis auf dem Markusplatz beschließt das Touriprogramm und zurück geht es über x Brücken, einen kurzen Zwischenstopp einlegen.

Seufzerbruecke Nach einer Ausruhphase zu Haus und einem „Fourpack Peroni“ sowie einer Flasche Bellini, bereiten wir uns auf Essen und Deutschladspiel vor. Die Pizzeria vom Vortag war absolut gut und da hier sowieso alles nach Touriabzocke ausschaut und klingt, warum nicht noch einmal aufs selbe Pferd setzen? Also, auf über die Rialtobrücke, zur Pizzeria des Vertrauens. Leider hatte das 'Due Colonne' noch zu und so gingen wir ein paar Gassen weiter - und wurden enttäuscht... Mikrowellennudeln und Tiefkühlpizza. für 6 bzw. 8 Euro... Naja. Nie wieder "Bar Dogale", dies ist keinen BEsuch wert!

Turm Erstaunliches in Venedig: am ersten Tag dauerte der Weg bis zur Pizzeria 'Due Colonne' gefühlte und gemessene 15-20 Minuten. Mit exakter Wegverfolgung per Marco Polo Karte. ('Rechts, links, Brücke, rechts, links, Brücke, Brücke, rechts, links...) Dieses Mal waren es keine 10 Minuten, ohne Karte, alles intuitiv.
Es gibt definitiv unerschlossene Abkürzungen, vielleicht sogar Beamfelder?

Zurück geht es zum Public Viewing Platz, wo wir zuerst mit Brad und Denise aus Michigan, dann mit einem Pärchen aus Rostock den Abend genießen. Deutschland zieht Griechenland verdient 4-2 ab und wir dürfen friedlich schlafen gehen. Ohne Autokorso, Autos haben wir seit 48 Stunden nicht mehr gesehen...

Der nächste Tag (es ist nach wie vor sehr, SEHR warm) birgt einen Ausflug nach Lido. Gemütlich geht es mit der Fähre für 7 Euro p.P. gen Insel Lido. Dort leihen wir uns zwei Räder aus (je 6 Euro für 2 Stunden) und fahren den Strand auf dem 'Murazzi' entlang. Schön, aber kein 'Muss man gemacht haben'. Die Küste sieht immer gleich aus, ab und an haben ein paar Einheimische behelfsmäßig Holzsonnenschütze aufgebaut.
Schiefe Turm Der eigentliche Strand ist von lauter kleinen Häuschen gesäumt, es sieht gewöhnungsbedürftig aus. Der Sand hingegen ist wunderschön feinkörnig, allerdings durch den Wind bedingt ist dieser wunderschöne Sand auch sehr anhänglich.
20 Minuten liegen und man ist zur Mumie geworden.

Ziemlich vollgesandet geht es weiter in die City in (oder auf?) Lido. Ein kleines Panini soll eigentlich nur Zwischenstopp sein, dann aber kommt ein Unwetter auf und wir tun es den anderen Touristen gleich und fliehen gen Fähre. Unaufgeregt geht es zurück nach San Marco, ein wenig flanieren, shoppen und auf den Abend vorbereiten.

Abends geht es dann auf krassen Umwegen (es macht Spaß sich in Venedig zu verlaufen, es ist einfach TOLL!) Wieder zur Pizzeria 'Due Colonne'. Gefühlt und gemessen waren es für dieselbe Strecke diesmal mehr als 30 Minuten (alles intuitiv), teilweise fühlt man sich an ein Comic erinnert, wo Tom den kleinen Jerry jagt, und Maus und Katze wahlweise aus anderen Türen rauskommen, obwohl sie den gleichen Weg eingeschlagen haben. Strange. Venedig.

Im 'Due Colonne' ist das Essen wieder gut, lecker und akzeptable im Preis. Zum Abschluss noch einmal Public Viewing auf dem Platz Nahe der Rialto Brücke (2:0 für Spanien, die Franzosen gingen traurig nach Hause) und das war dann Tag 3 in Venedig, unser letzter Tag.

Abschließend: Warum sind wir nicht mit einer Gondel für 80 Euro gefahren?
Simple Erklärung: Wir brauchen einen Grund um noch einmal wieder zu kommen in diese zauberhafte Stadt, es ist echt schön in Venedig!

Gruß an Brad und Denise aus Michigan (ja, wollen auch gerne 70m tief tauchen, melde Dich :)), dem Pärchen aus Rostock (4-2 óle óle), Miguel, dem spanischen Amerikaner, der Bayern und Arsenal und Real und Spanien und Deutschland Fan ist und Mario Gomez liebt (ich freu mich auf unser Bier in Düsseldorf), dem Kroatisch deutschen Pärchen aus der Colonna Pizzeria (hoffe ihr wurdet nicht mehr abgezockt als wir)...

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Rialtobrücke