Ans Ende

Zugspitze + Seefeld Kombo


Vorgeschichte: Jens beschenkt Anja reich mit einem Urlaub in Seefeld (und einem Plan bzw. Ring in der Hinterhand). Das Wetter im Vorfeld versprach nichts Gutes, aber es war unsere Woche.
Fazit: Ja, wandern hat echt etwas ;-)

Am Donnerstag, 24.8.2011geht es los: Abfahrt Scharnhorstrasse Düsseldorf, 11 Uhr. Eine ereignisfreie Fahrt endet staulos nach 5,5 Stunden in München.

Teil 1 - Vorgeplänkel München und Garmisch

Unser Hotel (Name: 'das Hotel' ;-) in der Türkenstrasse ist schnell gefunden; Unser Hotel

Ein schöner Altbau begrüßt uns und leitet uns in ein Zimmer voller bunter Impressionen. Blümchen Vorhänge, rosenlampenschirm... Strange aber charmant. Parken kostet übrigens sportliche 8 Cent pro Minute...

So beginnt der Urlaub mit einem Walk durch Schwabingen und einem Besuch der Innenstadt. Das Essen in Bahnhofanaehe war keiner näheren Beschreibung wert, lieber direkt in Schwabingen schauen, hier gibt es reichlich Auswahl. Abends geht es dann traditionell ins Hofbräuhaus, was traditionell immer einen Besuch wert ist. Hier treffen wir diesmal auf 2 lustige Amerikaner, die uns anschließend noch zu einem 'Jagershot' in einer nahe gelegenen Luxusbar überreden. Kehrseite der Medaille: Jens verliert sein Blackberry im Taxi.

Side Story Blackberry verloren: Taxizentrale kann nicht weiterhelfen, man muss sich ans Fundbüro wenden. Dieses hat natürlich freitags ab 13 Uhr nicht mehr auf. Eine Identifizierung vor Ort ist nicht möglich. Frühestens 6 Tage nach Verlust treffen in der Regel Handys ein bzw. Sind erfasst worden. Ohne IMEI keine Chance das Ding wiederzubekommen. Auf die Frage, ob das Blackberry nun ewig im Fundbüro leben muss, auch wenn ich es identifiziere, aber die IMEI nicht habe ist die knappe Antwort 'ja'.

Der Freitag lädt einen ein den Urlaub zu genießen. Strahlender Sonnenschein lässt jeden Gedanken an nicht vorhandene Mobiltelefone verfliegen. Eine kurze Shoppingtour endet mit einem Restaurante Besuch auf der Sendlinger Straße. Das rein vegetarische Restaurant besticht durch eine riesige Auswahl an vegetarischen Speisen. Und durch ziemlich hohe Preise...

Weiter geht es durch unsere Münchener Lieblingskirche bis zu einer Entspannungssession im entlausten Garten. Nach relaxten Sonnenstunden sind wir auf einmal von Gänsen quasi umzingelt. Macht nichts, Wetter wird eh schlechter und der Abend steht vor der Tür.Olympiaschanze Garmisch

Eine mittelprächtige Pizza besiegt den aufkommenden Hunger und der Rest des Abends findet mit dem guten alten (nun verheirateten) Schulfreund Bernhard statt. Auf der Frauenhoferstrasse geht es in den Wassermann, später im Glockenbachviertel in den Faun. interessant: um 23 Uhr werden die Bordsteine hochgeklappt. Es ist Freitag...

Trotzdem ein schöner Abend.


Samstag geht es weiter, Station 2, Garmisch. Das verschlafene Dörfchen ist schnell erkundet, das Atlas Sporthotel vor Ort seine 50 Euro pro Zimmer absolut wert. Ein wenig schoppen, ein wenig essen und schon ist der entspannte Tag Geschichte. Erwähnenswert: entspanntes Bundesligaradio hören (90elf.de) im Kurpark war ein kleiner Höhepunkt mit vielen Toren für Dortmund und Bayern. Die gute Fortuna hatte zu diesem Zeitpunkt Breitseite gewonnen.

Teil 2 - Der Höhepunkt Deutschlands, die Zugspitze



Sonntag wird es ernst... Der Kern des Urlaubes beginnt.

Früh geht es auf gen Olympiaschanze, Auto kurz in einer Nebenstraße abgestellt und auf gen Zugspitze. Die Schanze sieht schon ein wenig seltsam aus - Garmisch besticht durch durchgehend klassische Bauweise, charmanten Häuschen und einer ruhigen Atmosphäre. Die Schanze hingegen wirkt fehl am Platze inmitten von Natur und Klassik.

PartnachklammDie Schanze Links liegen lassend geht es auf gen Partnachklamm. Viele Touristen sind hier unterwegs und erste Gedanken kommen auf: wird das eine Massenwanderung zur Zugspitze? Die beeindruckenden Wassermassen in der Klamm laden zum langsamen gehen ein, ein wirklich tolles Naturschauspiel.

Aus der Klamm heraus geht es weiter Richtung Blockhütte, die wir schließlich 2 Stunden nach Start in Garmisch erreichen. Noch immer sind mehr Touristen zu sehen als erwartet, auch wenn es schon ein wenig anstrengend war für uns Flachlandnichtwanderer die Hütte zu erreichen. Einen Apfelstrudel und eine Apfelschorle später lassen wir die Hütte hinter uns und gehen gen Reintal. Von Meter zu Meter wird es nun einsamer, bis schließlich nur noch vereinzelte Wanderer ab und an auftauchen. bzw. Immer wieder 2 Mountainbiker aus Asien die uns überholen und uns dann wieder überholen lassen müssen. Die Strecke lässt sich nicht zu 100% befahren, es muss auch mal geschoben werden.Reintal

Ein schier endloser Weg mit wenigen Hinweisschildern ist herausfordernd und macht Spaß.

Um 15:30 erreichen wir schließlich das Ziel für heute, die Reintallagerhütte. Sie gleicht einer Oase in der Wüste. Die noch junge Partnach fließt hier eiskalt entlang, die Sonne strahlt auf das Tal herab und die wenigen Sonnenstühle sind teilweise schon belegt von Wandern. Diese Stimmung ist es, die wir uns gewünscht haben und wir werden nicht enttäuscht. Neben den Wanderern mähen Schafe friedlich vor sich hin. Die letzten Sonnenstunden genießend geht es dann zum Abendbrot über und das abendliche Bier wird getrunken. Beim Mau-Mau spielen kommt man mit den am Tisch sitzenden Stuttgartern ins Gespräch und man lauscht interessanten Wanderer Geschichten über die Hütte, über Nepal und Tibet und über mögliche weitere Wanderrouten. Bevor es ins Matratzenlager zu 8 weiteren, schnarchwütigen Wanderern in Minibetten ging, musste Anja auf Wunsch von Jens ihre Müdigkeit noch ein wenig gedulden.

Die Sterne betrachtend zauberte Jens eine Rose hervor, aus welcher ein Ring hervorlugte...
Der Rest ist Geschichte und wird wahrscheinlich 2012 mit Flitterwochen fortgesetzt.

Verlobungsplatz

Die kurze Nacht der 2 nun Verlobten endete um 6 Uhr morgens mit einem tibetischen Wecklied. Trotz wenig Schlafes ist man erstaunlich gut erholt. Die verdammt frische Luft in dem abgelegenen Tal auf stolzen 1900 (?) Meter wirkt Wunder. Einer schnellen pragmatischen Brotzeit folgt um 7. Uhr der angeblich lohnenswerte Umweg zum Partnachursprung. Nach wie vor Traumwetter habend, nimmt man die 15 Minuten Umweg in Kauf. Ja, es ist ganz nett, aber umwerfend ist es nun nicht. Ab halb 8 berührter man sich nun auf direktem Weg gen Knorrhütte. Wanderer trifft man nun noch seltener, aber man erkennt allmählich in was für einer Naturgewalt man sich bewegt. Überall um einen herumraten riesige Berger herauf, unter ihnen auch der zweithöchste Berg Deutschlands der Hochwanner. Schafe sieht man auf Almen überall, wahre Kletterkünstler, die freundlichen Wiederkäuer. .GeröllwüsteIrgendwo muss man aus dem Tal raus, das ist klar, schließlich liegt das Ziel auf dem Höchsten Berg in dieser Umgebung - der noch nichtmals in Sichtweite ist. Quer durch eine Schafherde (Anja im Turbo) geht es dann an den ersten Aufstieg. Ein herrlicher Blick bietet sich bei einem Blick zurück in das Reintal. Der Blick nach vorne hingegen bietet nur Geröll.
SchafeUnd Steigung...

Ein letzter kleiner Brunnen wird passiert und von nun an wird es richtig anstrengend und steil. Die Sonne gewinnt an Kraft, die Flachlandnichtwanderer verlieren an Kraft und Kondition. Ein Wanderstock wäre hier mehr als hilfreich. Merken fürs nächste Mal.

Irgendwann hat der Berg ein Einsehen und bringt die letzte Zwischenstation ins Blickfeld, die Knorrhütte. Eine verdiente Stärkung später geht es mit frischer kraft um 10:30 weiter in Richtung Zugspitze. Teilweise wird es richtig steil. Die 500 Höhenmeter zur Knorrhütte waren doch vergleichsweise mild im Gegensatz zu den folgenden 600 gen Zugspitze. Die Atmung wird schwerer, der Pausenrhytmus wird kleiner. Erste Gletscher kommen in Sicht und natürlich immer wieder mal Schafe.

Aber dann ist das Ziel nicht mehr fern: das Sonnenalpinhaus wird pünktlich um 12:30 erreicht. Her sind's auf einmal zahlreiche Touristen - klar, die sind mit der gletscherzahnradbahn hochgefahren. Auf der angeschlossenen Gletscherrodelbahn rodelt Jens zwischen Kindergeschrei den Berg herunter. Ja, das macht Spaß.

Gipfel Ein wenig berauschendes Essen für 30 Euro kurz verschlungen und weiter zum Gipfel. Ok, hier haben wir uns dann doch auf die Gondel geeinigt, denn das letzte Stück zum Münchener Haus ist sehr, sehr steil. Beim nächsten Mal werden wir Kletterstöcke und sicherungshaken mitbringen, dann können wir auch dies bewältigen. Wenig überraschend bietet die Zugspitze einen tollen Blick in viele Richtungen, schließlich sind wir nun angekommen in Deutschlands höchstem Biergarten und bei Deutschlands höchster Bratwurst. Kommerz ist alles.... Ein sehr verbauter Gipfel.

Das Wetter ist nach wie vor ein Traum.

Jens wagt den Klettersteig zum Gipfelkreuz. Ein Wunder das hier nicht öfters was passiert, selbst Touristen in Badelatschen sind hier vorzufinden. Unverantwortlich!! einen guten adrenalinkick später fahren Anja und Jens gemeinsam ins Tal zurück mit der Zahnradbahn und von dort aus weiter gen Seefeld. In der Altbekannten Seerose wird noch eine Runde UNO gespielt und dann geht es früh ins Bett. Sehr anstrengende Tage liegen hinter uns.


Teil 3 - Langer Ausklang in Seefeld und am Tegernsee



Der folgende Dienstag steht im Zeichen der Entspannung. Einer Wanderung um den Wildsee folgt ein Wildseeschwimmbad Besuch und eine runde billardgolf. Abends genießen wir ein essen in den Seefeldstuben und schauen gemütlich den Bayern beim cl Einzug gegen Zürich in der Fledermausbar zu.

Tags darauf geht es frisch erholt Zur nächsten Herausforderung: mountainbiken. Die Bei "Ossies" ausgeliehen sind nicht nur günstig sondern auch billig. Eine Stunde später ist Anjas erste echte Begegnung mit einem Mountainbike vorüber. Entnervt tauschen wir unsere Bikes um. Jens mit einem neuen, alten Mountainbike, Anja nun mit einem City Hopper. Der Weg nach Leutasch zur Sommerrodelbahn ist alles andere als einfach und nicht ungefährlich über die Landstraßen. Schotterwege neben der Straße sind für Gelegenheitsfahrer leider nicht geeignet. Trotzdem geht einmal über die 1200 Meter lange Sommerrodelbahn für 12 Euro pro Nase nach unten. Ja, das macht Spaß. Abends buchen wir noch unser Hotel für die Nacht Freitag auf Samstag. Überraschenderweise geht es gen Tegernsee. Die legendären Seefeld-Open, bestehend aus UNO, Skat, Minigolf etc. Stehen kurz vor einer Vorentscheidung zugunsten von Jens.

Der nächste Tag ist der zweite und letzte Tag der Tour de Seefeld - hoch zu Wildmoosalm. Genau das richtige für Jens. Gerüchteweise hat Anja hier das Rad ab und an einmal geschoben... Der Aufstieg dauerte ca. 25 Minuten, die Abfahrt ca. 3 :-).

Nachmittags ging es dann im Trekkingduathlon zum Gschwandskopf. Auf der Sonnenalm war tatsächlich Sonne und so konnte man den letzten Seefeldtag hier genießen. Nebensatz: Anja erringt einen historischen Sieg im Minigolf.

Der Abend klingt aus bei einer wirklich nicht leckeren Pizza im Sailors und so geht es am nächsten Morgen auf zum Tegernsee.

Der Weg zum Tegernsee führt durch sehr schöne Landschaften. Wir fuhren durch Täler, vorbei an Seen, und erreichen nach 2 Stunden das Hotel Lisinger in Bad Wiessee. Kurze Stadterkundung und ein Besuch im-kostenfreien- schönen Freibad steigern den Erholungsfaktor noch einmal. Abends kann man schön an der Promenade spazieren, hier ist der Altersdurchschnitt eher stark gehoben. So konnten wir es uns nicht nehmen lassen kurz bei einem Klassik Konzert zu verweilen. Das gute Stück (uMusik) von Ulrich Sommerlatte war wie ein Rauschen des Sees... Und der Name des Autors war ein wenig zum Schmunzeln.

Der nächste Morgen begrüßte uns mit regen und so beschlossen wir unseren Aufenthalt nicht zu verlängern, sondern Bundesliga hörend die Heimreise anzutreten.

Fazit: Berg bestiegen, Mountaingebiked, minigegolft, ein wenig erholt und auch noch verlobt. Ja, der Urlaub war aktiv, schön, unvergesslich. :-).

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