Ans Ende

Rom


Vorgeschichte: Jens hat am 23.12 -normalerweise- Geburtstag. Und am 24.12 ist Weihnachten. Als grandiose Überraschung im Jahre 2009 lag unter dem Baum ein Ticket nach Rom. :-)

7 Monate und 13 Tage später, am 7. August war es dann so weit: Wir fuhren für 2,5 Tage nach Rom.

Tag 1 - Ankunft & erste Besichtigungen

Wir landeten am Flughafen Fiumicino (Aeroporto di Roma-Fiumicino “Leonardo da Vinci”). Dieser befindet sich direkt an der Küste, und ist knapp über 30 km von Rom entfernt.

Unser Hotel Um nach Rom zu gelangen kann man entweder den Airport Bus nehmen oder den Schnellzug „da Vinci Express“ wählen (Preis Stand 10: 14€ pro Person). Wir entschieden uns für den Zug und landeten innerhalb einer halben Stunde am Hauptbahnhof („Termini“) und fuhren von dort aus weiter mit der Metro zu unserem Hotel. (Metro 3-Tages-Ticket: 11 Euro – lohnt sich, das ÖNVP ist bestens ausgebaut, sinnvoll ist es an einen Busfahrplan zu gelangen…)

Unser Hotel „Domus Sessoriana“ befindet sich direkt neben einer Kirche innerhalb eines Klosters und strahlt eine besondere Atmosphäre aus. Für Leute die nach einem etwas anderem Hotel suchen, und nicht so viel Wert auf Komfort legen, perfekt! Die Räume sind schön eingerichtet, wir hatten ein großes Zimmer mit einem Balkon zum Innenhof. Das Personal ist sehr freundlich. Das Frühstücksbuffet war für das Preis / Leistungsverhältnis ok (59€ pro Nacht im DZ).

Nachdem wir unser Zimmer bezogen und uns kurz akklimatisiert hatten, führte uns unser erster Ausflug in Rom zurück zum Bahnhof. Von dort starteten wir eine „Hopp on hopp off“ Tour mit dem 110 Bus (20€ für 48Std.) um uns erst einmal zu orientieren. Es gibt mehrere Busse von verschiedenen Firmen zur Auswahl, allerdings haben wir in den Routen und Preisen keine großartigen Unterschiede festgestellt, uns aber auch nicht bis ins Detail über Unterschiede informiert.

So ging es in praller Sonne bei offenem Deck los und die ewige Stadt fuhr an uns vorbei.

Unsere erste „Hop off station“:

Petersdom

Am Petersdom stiegen wir aus und stellten uns in die erste Einlassschlange. Wir hatten mehrere Horrorgeschichten von langen Wartezeiten an Rom´s Sehenswürdigkeiten gelesen und gehört, aber trotz Sommerferien und Mittagszeit kamen wir relativ schnell voran. Wartezeit am Security check ca. 20 min und später für die Kuppelbesichtigung nochmal 30 min. An den Papstgräbern mussten wir nicht anstehen.
Blick vom Petersdom Unsere erste „Hop off station“:


Die Kuppelbesichtigung (Eintritt 5 Euro ohne Lift, 7 Euro mit Lift) lohnt sich auf jeden Fall. Man hat von oben einen tollen Blick über Rom. Allerdings muss man vorher 551 Stufen bewältigen, bzw. kann man den Lift nehmen, dieser spart aber nur knapp über 200 Stufen. Also ein bisschen sportlich sollte man sein und man sollte nicht zu sehr unter Platzangst leiden, da die Gänge teilweise relativ eng werden. An einer Zwischenstation kann man die Engelstatuen genauer besichtigen, dort gibt es sogar ein Souvenirladen und ein kleines Café das uns mit Eis und Wasser versorgte (1 Wasser 50cent, ein Schnäppchen für Rom. Normalerweise zahlt man 1-1,50 für eine 0,5 Flasche und für Limo oder Cola schon bis 3€). Nachdem wir uns ausgiebig auf der Kuppel umgesehen hatten und mehrere Fotosessions durchgeführt hatten, gingen wir in den Dom. Die Größe und Ausstattung ist sehr beeindruckend.

Zum Schluss besichtigten wir die Papstgräber, wo insbesondere das Grab von Papst Johannes Paul II sich vieler Besucher erfreut. Leider wurde die andächtige Stimmung doch ziemlich durch die Touristenströme und Lautstärke gestört.

Nach dem Petersdom fuhren wir per Bus und Metro zurück ins Hotel und machten und etwas frisch.

Veneto

Am Abend machten wir uns auf die Suche nach einem Restaurant, was in Rom theoretisch nicht schwierig ist allerdings das Richtige zu finden ohne sich vorher erkundigt zu haben ist schon nicht leicht.

Wir hatten vom Bus aus einige Restaurants auf der bekannten Straße „Veneto“ gesehen, und begaben uns dorthin. Neben den Restaurants findet man hier auch ein paar Läden, das Hardrock Café und Nobel Hotels. Leider haben wir das falsche Restaurant erwischt „Conte di galluccio“. Ein Glas einfacher Wein fing bei 7 € an, ein Glas Bier kostete ebenfalls 7€ (0,4l Tuborg), wir bekamen alte kalte Pizza und mussten diese zurückgeben.  Wir bekamen dann nach längerem Warten doch noch frisch zubereitete Pizza allerdings relativ geschmacksneutral. Auf der Rechnung wurde uns dann das trockene Brot und der Service berechnet mit insgesamt nochmal 7€. Danach hätten wir gerne noch gemütlich ein Glas Bier oder Wein getrunken aber aufgrund der hohen Preise haben wir uns das gespart – was zu viel ist, ist zu viel.

Tag 2 - Extrem Sight seeing ist auch ein Sport



Kolosseum
Das Kolusseum
Nach dem Frühstück starteten wir Richtung Kolosseum, zu Fuß. Rom lohnt sich auf jeden Fall auch zu Fuß zu erkundigen, da die Sachen doch alle relativ nah beieinander liegen und es ein Genuss ist durch die vielen Gassen zu flanieren. Am Kolosseum standen wir wie zu erwarten erst mal in der Schlange, aber auch nicht viel mehr als 30 min (Eintritt 12 Euro). Man kann das Kolosseum auf 2 Etagen besichtigen. In der oberen befindet sich eine kleine Ausstellung. Kolosseum insgesamt ist nett, einerseits lohnt es sich, andererseits ist das Kolosseum von außen vielleicht ein wenig beeindruckender als von Innen, sprich wenn man unter Zeitdruck steht oder die 12 Euro für den Eintritt nicht ausgeben will, dann kann man den Besuch des Inneren auch verschieben

Pantheon
Pantheon
Nach dem Kolosseum spazierten wir Richtung Pantheon. Auf dem Weg dorthin fanden wir in einer kleinen Gasse ein nettes Restaurant und aßen dort Pasta (vernünftige Preise, gute Qualität).
Das Pantheon war sehr beeindruckend, vor allen Dingen seine Form und die beindruckende Kuppel. Wenn man das doch eher konservative Bauwerk von außen sieht, dann erwartet man nicht, dass einen das Innenleben so außergewöhnlich sein kann. Ausnahmsweise musste man hier keinen Eintritt zahlen.
Sehr nett sind auch die Plätze und Gassen rund um das Pantheon herum inklusive der Eis Läden mit 60 und mehr an Eissorten die zur Qual der Wahl führen.

Trevi Brunnen
Trevi Brunnen
Vom Pantheon führte uns unser Weg weiter zum Trevi Brunnen, und wir warfen dann dort eine Münze hinein. Dieses soll Glück bringen soll und man darf nach Rom zurückkehren. (2 Münzen und man verliebt sich in eine(n) Römer(in), bei 3 folgt die Heirat… daher haben wir es bei einer belassen).
Der Trevi Brunnen sieht KLASSE aus, den muss man wirklich gesehen haben. Auch die Geschichte zu dem Brunnen ist interessant, es war eine Revolution der damaligen Brunnenbaukunst.
In der Nähe an der Hauptstraße befinden sich die zwei einzigen Supermärkte (Spar und Carrefour) die wir in Rom gesehen haben. Hier konnten wir uns mal günstig mit Wasser eindecken.

Park Villa Borghese & Piazza del Popolo
Piazza del Popolo
Vom Trevi Brunnen fuhren wir mit dem Hop On Bus zu Rom´s großer Grünanlage Villa Borghese. Dort entspannten wir auf einer Bank unter schönen alten hohen Bäumen und beschlossen hier am nächsten Tag noch einmal zurückzukommen. Außerdem hat man einen tollen Aussichtspunkt wie auf einem Balkon. Und wenn man die Stufen hinabgeht landet man auf dem schönen Platz Piazza del Popolo auf welchem ein großer Obelisk steht und von dem Rom´s Einkaufsstraße abgeht, die Via del Corso.
Von hier aus fuhren wir mit der Metro zurück zum Hotel, erholten uns etwas und brachen dann zum Abendprogramm auf.

Rom am Abend -  Spanische Treppe
Spanische Treppe
In der Nähe unseres Hotels / Metro Station S. Giovanni blieben wir in einem winzigen Biergarten mit einem Büdchen artigen Gebäude in einer kleinen Parkanlage hängen und tranken dort unser preiswertestes Bier in Rom (0,66 l Flasche 3,5€). Danach fuhren wir nach „Spagna“ und schauten uns die Spanische Treppe an. In der Nähe findet man unzählige Restaurants in den Gassen. Wir aßen wir im „Sugo“ eine Pizza und tranken Rotwein. Preis war ok, geschmacklich in Ordnung, aber die beste Pizza gibt’s halt in Deutschland... Vom Nachtleben in Rom (Clubs, Pubs, Diskos) haben wir nicht viel mitbekommen, wir haben uns aber auch nicht angestrengt die richtigen Lokationen dafür zu suchen, da wir immer ziemlich müde von den ganzen gelatsche tagsüber waren.

Tag 3 - Ausklang und Shopping


Kapuzinerkirche
Kapuzinerkirche
Am Anfang der Veneto steht eine Kirche die etwas Besonderes vorweisen kann. Hier kann man sich Kunstwerke aus ca. 4000 Schädeln und Knochen von Kapuzinermönchen anschauen. Hört sich gruselig an, ist aber gar nicht so schlimm. Ein Vorteil ist auch, dass dieser Ort von Touristen nicht so überlaufen ist. Sehr imposant, die Ausstellung endet mit dem Satz „Wir waren was Ihr seid, ihr werdet sein was wir sind!“
Von dort aus machten wir uns zu Fuß zur Via del Corso auf. Shopping!

Via del Corso

Die Via del Corso ist eine von Roms größten Einkaufsstraßen. Hier findet man sämtliche Modeketten, Luxuslables und viele, viele Turnschuhgeschäfte. Von dieser Straße kommt zu Fuß schnell zur Spanischen Treppe, als auch zum Trevi Brunnen und Pantheon. Wir gingen die Straße bis zum Ende, zum Platz Piazza de Popolo und stiegen von dort die Treppen hoch zum Park Villa Borghese, den wir tags zuvor bereits erkundet hatten.
Am Aussichtspunkt (Piazza Napoleone)  liehen wir uns jeder einen Scooter (halbe Stunde 8 €) und düsten durch den befestigen Teil des Parks. Coole Erfahrung! Auch Fahrräder und andere Fahrzeuge können hier gemietet werden.

Abfahrt

Nach diesem kleinen Abenteuer bummelten wir noch etwas durch die Gassen in Rom, schauten uns den Platz Navona an und landeten auf der Via del Corso in einem netten kleinen Bistro und begaben uns auf den Rückweg zum Flughafen. Hier sollte man schon etwas Zeit einplanen, da der Check in und die Sicherheitskontrolle insgesamt eine Stunde dauerten.
So endete ein kurzer Ausflug nach Rom, der zwar keinesfalls erholsam war, aber sich definitiv gelohnt hat.

Daher das Fazit: Rom muss (!) man mindestens einmal im Leben gesehen haben, denn so eine spezielle Atmosphäre und so einen Charme findet man nirgendwo anderes!

Wir kommen wieder!

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Piazza Novela