Ibiza - San Antoni


Am 15.10.2009 kamen wir in Ibiza morgens um 8 an.
Nach dem ersten Wintereinbruch in Deutschland war es auf den Balearen angenehm warm bei ca. 20 Grad. Als erfahrene Touristen verzichteten wir auf teure Taxen oder Transfers, wir warteten auf den Bus.

Selbst in der Nebensaison ist es kein Problem mit dem Bus spielend zum Zielort zu kommen und der Preis kann sich sehen lassen: 3 Euro kostet der Transfer nach Ibiza Stadt, ab Ibiza Stadt zahlten wir pro Person 1,75 Euro um nach San Antoni zu kommen.

Kein Vergleich zum Taxipreis von 36 Euro, den wir auf dem Rückweg zahlen mussten, da um 7 Uhr Morgens (unser Rückflug war so früh) keine Möglichkeit bestand auf den Bus zurückzugreifen.



Das Hotel - Fiesta Cala Gració - kleinens Schmuckstück in netter Lage

Cala Gració ist ein niedliches kleines Hotel...
Nicht glaubwürdig ?
Stimmt aber - zum Teil zumindest.
Hotel Cala Gracio Denn neben der Finca Cala Gracio steht der Hotelklotz Hotel Tanit. Diese beiden Hotels gehören zusammen. Als Cala Gracio Gast bekommt man seine Bewirtung im Nachbarhotel Tanit. Aber das ist nicht wirklich schlimm.

Das Frühstück ist...
Gehobener Durchschnitt. In der Frühstückszeit zwischen 08:00 und 10:30 findet man eine breite Auswahl an Wurst, Käse, Brot und Brötchen sowie ein paar frische Früchte dazu. Wenn es eine vernünftige Saftauswahl und chlorfreies stilles Wasser geben würde, dann wäre das Frühstück insgesamt besser zu bewerten.

Mittag und Abendessen werden in Buffetform serviert und sind durch die Bank lecker.
Hier würde ich -als perfektes Dinner Verweigerer- 8 Punkte vergeben für das Essen alleine. (Ambiente und Dekoration in einem Hotel möchte ich lieber nicht bewerten...). Besonders erwähnenswert waren die an einem Abend zubereiteten Apfelbrötchen "bunuelos der manzana". Ein Traum für Zunge und Gaumen!

Das all inclusive Angebot umfasst einige alkoholische Getränke, die in Plastikbechern serviert werden. Beim Abendessen kann man Wein, Bier und Softdrinks selber zapfen. Der Service an Bar (und Poolbar) ist in Ordnung, freundlich und vor allem geduldig. Auch blöde Touristen (Touri: "One Vodka O please" Kellner: "Excuse me, Vodka with...?" "Mit O halt!") bekommen Ihren Service. Die Bar an sich hat ein sehr grelles Licht, gemütlich ist anders.

Animation findet in einem Nebenraum bei der Bar statt, aber man kann sich von ihr fern halten. Für Animationsliebhaber wird hier etwas geboten.

Poollandschaft Zur weiteren Unterhaltung hat das Hotel eine gute Tischtennisplatte, 3 in die Jahre gekommene Billardtische, einen Airhockeytable, diverse Kinderspielautomaten, 1 Fußballfeld und 2 Pools.
Die Pools sind gut gepflegt und insbesondere die Poollandschaft des kleineren Pools ist sehr ansprechend.
Ausreichend Liegemöglichkeiten sollten zur Verfügung stehen... Aber selbst im Oktober -an Tagen, an denen man mit Regen rechnet- werden Hotelliegen morgens per Handtuch reserviert. Diese Unsitte sollte man... Keine Ahnung, Handtücher in den Pool werfen am besten.
Und die Touris hinterher!
Strand Gala Gracio Das Hotel selbst liegt ein wenig außerhalb von San Antoni, in dem Vorort Cala Gracio. Das Hotel ist bequem per Bus zu erreichen, so dass man ab Haltestelle „Hotel Tanit“ noch ca. 2 Minuten zu Fuß geht und dann im Hotel ist. An der Rückseite des Hotels befindet sich eine Treppe die in die wirklich schöne Bucht Cala Gracio führt.
Der kleine Sandstrand ist wirklich schön, gut gepflegt und dank der Buchtlage mit einem sehr ruhigen Zugang zum Meer. Im Oktober war er angenehm leer, ob er im Sommer evtl. übervölkert ist, kann ich nicht beurteilen. Unser Eindruck war in jedem Fall sehr gut.
Wandert man an der Bucht mit gutem Schuhwerk und festem Gang auf den Felsen entlang, erreicht man auf der eine Seite das Cala Gracio Aquarium (5 €, schien uns einen Besuch nicht wert zu sein, haben wir uns demnach nicht angeschaut), auf der anderen Seite gelangt man zu der noch kleineren Bucht Cala Graccionetta. Allerdings war diese im Oktober verlassen und mit Algen gespickt. Wenn dies im Sommer besser gepflegt ist, dann birgt die Bucht durchaus Potenzial.


Die Insel, was kann man hier machen, was muss man gemacht haben ?

Unser Ziel war in erster Linie ein Erholungsurlaub, aber ein wenig von der Insel wollten wir auch sehen.

San Antoni San Antonio lag als erstes Ausflugsziel am nächsten.
Ein kleines Städtchen mit einer schönen Promenade. Viel mehr lässt sich nicht dazu sagen, da im Oktober die einschlägigen Disco's und Kneipen alle zu haben. Man konnte tatsächlich abends mehr oder weniger NICHTS unternehmen - was aber alleine an der Jahreszeit lag.

Auf der Insel gibt es unterschiedliche Hippie Märkte, von denen ab unserem Hotel 2 mit Touricharterbussen erreicht werden konnten.
Aus Zeitmangel entschieden wir uns für den kleineren, angeblich natürlicheren Markt in Las Dalias. Nach ca. 30 Minuten Fahrtzeit kommt man in einem kleinen Dorf an, dass scheinbar einzig und alleine den Sinn hat Ort für den Hippiemarkt zu sein. Zumindest hatte es den Anschein, dass ohne den Markt der Ort praktisch nicht existieren würde.
Wir hatten ca. 3 Stunden Zeit uns umzuschauen.
Langsam, ganz langsam wanderten wir umher und ließen uns von den Farbenprächtigen Eindrücken und den exotischen Düften inspirieren. Ja, hier findet man einige nette Gadgets zum Kaufen, Hippie Kleidung und ein paar Gestalten, denen man wirklich abnimmt noch immer Hippie zu sein, bieten dort ihre Waren an.
Alles in allem ein sehr lohnenswerter Besuch. Allerdings trotz extrem trödeligem Herumschleichen gab es nach gut einer Stunde nichts mehr zu sehen...
So konnten wir uns 2 weitere Stunden langweilen oder in einem Restaurante (mit erschreckend schlechter Bedienung) die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Wir entschieden uns für Genuss statt Frust, trotzdem wäre es garantiert schöner gewesen die Sonne am Strand zu genießen und nicht mitten im Festland in einem eher ungemütlichen Restaurante mit gefühlten 681 herumschwirrenden Fliegen.

Blick auf Formentera
Ibiza Stadt ist ein Pflichtprogramm für jeden Touristen.

Auch die Inselhauptstadt verfügt über einen netten Strand (wenn auch nicht spektakulär), an dem man entlangwandern kann. Sehr attraktiv ist eine Wanderung auf die Burg von Ibiza, diese wurde wirklich anschaulich für Besucher restauriert und ist nett anzuschauen. Bei schönem Wetter hat man von der Burg aus auch hervorragende Sicht auf Formentera.

Mehr konnten wir in der kurzen Zeit nicht erschließen. Glaubt man der Werbung der Reiseveranstalter, dann MUSS man auch noch die Tropfsteinhöhlen besucht haben. Wäre das Wetter schlechter gewesen, dann hätten wir dies wahrscheinlich auch gemacht. So bleibt diese Attraktion unerschlossen, genau wie unser eigentlicher Plan, die Insel per Fahrrad zu erkunden. Sollten wir erneut nach Ibiza fliegen, werden diese beiden Punkte bestimmt nachgeholt.


Fazit

Ein Besuch auf Ibiza lohnt, die Insel hat Charme.
Eine klare Empfehlung ist aber, dies nicht im Oktober zu tun, sondern lieber in einem der Sommermonate. Wir hatten zwar Glück mit dem Wetter, trotzdem gibt es im Oktober andere Orte an denen das Wetter beständiger ist und es gibt bessere Zeiten die Insel in seiner Gänze kennen zu lernen. Ob wir erneut auf die Insel kommen, kann ich heute noch nicht beantworten.
Das Hotel allerdings können wir wärmstens empfehlen.

Sonnenuntergang