Ans Ende

Mauritius


Am 28.11.2007 flogen wir ab Düsseldorf im Direktflug nach Mauritius - 11 Stunden Flug mit der LTU, eine echte Tortour. Aber als wir um 7 Uhr morgens aus dem Flugzeug stiegen und die warme angenehme Luft der Insel zum ersten mal spürten war klar: Es waren keine 11 sinnlosen Stunden Flug, sondern ein Flug der sich gelohnt hat. Bereits ab Flughafen sieht man wunderschönes Panorama, die ersten Vulkanberghügel.
Vom Flughafen aus dauerte es dann ca. 2 Stunden bis wir in dem Örtchen Point aux Piments und somit in unserem Hotel Villas mon Plaisir ankamen. Zugegebenermaßen haben wir wenig erwartet; wir hatten das günstigste Hotel was wir gefunden haben gebucht - aber zu unserem Erstaunen hatte das Hotel einiges mehr zu bieten als man erwarten durfte.... 

Zimmer, Hotel & Verpflegung im Hotel "Villas mon Plasir"


Man muss nicht lügen wenn man sagt: Diese Zimmer waren absolut sauber, geräumig und ideal zum Wohlfühlen. Ein großes Bett, 2 geräumige Schränke, ein Schuhschrank und viele  weitere Verstaumöglichkeiten. Darüberhinaus ein Flachbildschirm und ein Balkon mit einem super Blick auf die sehr schön gehaltene Anlage. (siehe Foto)

Einziger Mangel im Zimmer: ein unangenehmer Geruch im Badezimmer - das Hotel wurde frisch renoviert, vielleicht sind das die Nachwirkungen der Erneuerung....

Im gesamten Hotel gab es ca. 50 Appartements, die niedrige Bauweise (Erdgeschoss + 1. Stock) hinterließ einen sehr angenehmen Eindruck. In der Mitte der Anlage befindet sich ein mit Palmen ausgestatteter Garten incl. Pool, sowie eine offen gestaltete Bar. Von der Bar aus muss man ca. 20 Meter durch ein kleines Wäldchen gehen und schon steht man am Strand im Sand. Lärm von der Straße - gibt's nicht

Die Verpflegung war ok - nicht berauschend, aber man musste auch nicht verhungern. Ein durchschnittliches Frühstück mit diversen Obstsorten als Höhepunkt. Abends gab es 3 x pro Woche Buffet und an den restlichen tagen konnte man sich eines von zwei Menüs von der Karte auswählen. Die Buffets (Mauritianisch, Indisch & Chinesisch) waren nett.... aber große Unterschiede gab es nicht wirklich zwischen den einzelnen Buffets. Die Menüs waren ok - eben im Preis/Leistungs- Spektrum. Mal Pommes mit Hähnchen, mal Tintenfischringe usw. Experimente wie Pizza, Hamburger oder Eisbein blieben uns glücklicherweise erspart.
Erwähnenswert ist der Nachtisch - hier gab es tatsächlich nette einheimische Spezialitäten zu bestaunen, die auch mit europäischen Geschmacksnerven absolut kompatibel waren. Davon hätten wir gerne mehr gesehen - allein das man in 15 Tage Urlaub in Afrika nicht einmal Magenprobleme bekommt, sollte Zeichen genug dafür sein, dass das Essen zwar einerseits OK war, aber andererseits nicht sonderlich experimentell.
Unsere vegetarischen Freunde kommen auch auf Ihre Kosten, allerdings musste man dies täglich nach dem Frühstück ankündigen - dies erfuhren wir leider erst einen Tag vor der Abreise....

Die Bar bot Mittags sehr leckere und günstige Snacks, Abends gab es Cocktails (~3 Euro) und Bier (0,4l ~ 1 Euro) - sehr gut und gemütlich soweit. Disco und Animation gab es (glücklicherweise) in dem Hotel gar nicht.

Ausflugs- und Unterhaltungsmöglichkeiten

Ein Tipp vorweg: Man kann Ausflüge über den Reiseveranstalter buchen, über kleine Reisebüros vor Ort oder auf eigene Faust per Taxi die Insel erkunden. Wir haben alle 3 Methoden ausprobiert; Am teuersten dabei ist der Reiseveranstalter, der im Endeffekt dasselbe Angebot hat wie die örtlichen Reisebüros. Von der Organisation her gab es hier keinen Unterschied - es lohnt sich Preise zu vergleichen.
Ein Taxi rufen, dem Fahrer sagen was man machen möchte und dann einen Preis aushandeln - das ist noch günstiger und man sieht das Land von einer ganz anderen Seite, vor allem wenn man einen gesprächigen Fahrer hat. Diese Methode ist besonders dann empfehlenswert, wenn man in einem vierer Grüppchen sich einig ist, was man sich anschauen möchte - es lohnt sich und man kann individueller Planen - natürlich bleibt der Luxus auf der Strecke, aber wer braucht den schon ?

Der Süden von Mauritius

Unser erster Trip hatte das Motto "Entdecken Sie den Süden von Mauritius" - gebucht über den Reiseveranstalter. Ja, das hat sich gelohnt. Ein lustiger Reiseführer zeigte uns seine Insel. Zunächst besichtigten wir einen Vulkan Krater - der Blick auf den Krater ist in etwa so spannend wie der Blick auf ein bewachsenes Fußballfeld, aber eine 180° Drehung offenbarte einen wunderschönen Blick auf das Panorama der Insel.  

Vom Vulkankrater aus ging es weiter vorbei an einer riesigen hinduistischen Statue einer Gottheit zu einer hinduistischen Tempelanlage. Diese war beeindruckend, eine bunte Religion mit verschiedenen Göttern. Besonders beliebt: Ein Priester verleiht Touristen das Dritte Auge auf die Stirn.

Mit dem Dritten Auge ging es weiter zu einem Aussichtspunkt auf einen riesigen Nationalpark. Highlight hier war der Affe, der sich geduldig von jedem Touristen ablichten ließ. Der Blick auf den Dschungel (siehe Foto links) hat sich gelohnt.


Nach so viel Kultur folgte etwas kulinarisches - ein Essen im nahe gelegenen Restaurante, ebenfalls mit einem tollen Blick auf den Nationalpark. 

Gut gestärkt ging es weiter zu schön anzusehenden Wasserfällen und zu einem speziellen Ort auf den die Einheimischen besonders stolz sind; der Ort nennt sich "Farbige erde" und ist ein Naturphänomen - hier kann man erkennen wie Basalt sich langsam in Schiefer verwandelt. Bedingt durch das optimale Klima wurden hier alle löslichen Elemente, v.a. Kieselsäuren weggewaschen, übrig bleibt eine konzentrierte Zusammensetzung von Eisen und Aluminium. Diese Eisenmischungen zeigen Anthrazit- und Rottöne, die Aluminiummischungen variieren von blau über violett bis hin zu grün - je nach Lichteinfall ein grandioses Naturschauspiel.

Neben diesem Phänomen gibt es noch ein paar Riesenschildkröten zu bestaunen. Diese niedlichen von den Seychellen stammenden Tiere sind nur leider in einem viel zu kleinen Gehege untergebracht und müssen einem Leid tun... Dies ist dann auch die letzte Station im Süden von Mauritius gewesen. 
Darüber hinaus gibt es noch eine Krokodilfarm, bei welcher sich ein besuch sehr lohnen soll, leider war der besuch dieser Farm nicht in Teil unseres Programms, auch später fanden wir nicht die Zeit uns die Farm anzuschauen.

Der Norden von Mauritius

Auch für den Norden gab es die Möglichkeit einen organisierten Ausflug zu buchen, wir jedoch entschlossen uns dazu ein Taxi zu nehmen. Wir besichtigten das berüchtigte Cap Malheur, den nett anzusehenden botanischen Garten von Mahébourg, ein altes Farmhouse und machten eine Tour nach Port Luis. Alles zusammen kostete uns 2000 Rupien (ca. 50 Euro) und der Fahrer hat an jedem Ort beliebig lange auf uns gewartet bzw. uns sogar noch Tipps gegeben.

Katamarantour Ile de Gabriel

Beim Reisebüro vor Ort buchten wir einen Ausflug zur Ile de Gabriel. Mit dem Katamaran ging es über eine raue See zu der Insel - die eineinhalb stunden Bootsfahrt verging wie im Fluge, lediglich der Sonnenbrand im Nachhinein deutete auf einen langen Aufenthalt an Deck hin. Vor Ort konnte man die Insel besuchen, was sich nicht sonderlich lohnt, und man kann Schnorcheln - das hingegen lohnt sich. Zahlreiche Fische (mit Bananen füttern!) kreuzen hier den Weg und erfreuen das Auge.
Während der Ankerzeit gibt es noch ein Barbecue - unsere beste Speise während des gesamten Urlaubes. Zudem sind alle Getränke inklusive.

Katamarantour Ile de Cerve

Beim Reiseveranstalter buchten wir eine Tour zur berühmten Ile de Cerve.

Fazit hier:  Die erste Katamarantour war eher besser organisiert als die Zweite - Besseres Essen weniger Leute und niedrigerer Preis sprechen für eine Buchung beim lokalen Anbieter und gegen eine Buchung beim Reiseveranstalter. Hinterher ist man immer schlauer, aber bereut haben wir es so oder so nicht :o)

Port Luis

Schnorcheln

...kann man auch, aber ist auf den Malediven besser. Seeigel sind Massenware, bunte Fische nicht so verbreitet wie auf den Malediven

Fazit

Eine schöne Insel, zu dem Preis den wir ausgegeben haben in jedem Fall empfehlenswert. Aber ob ich für einen Trip nach Mauritius guten Gewissens mehr als 2000 Euro pro Person ausgeben würde... ich denke, da würde ich lieber woanders hin fahren.


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