Malediven


Am 16.10.2004 flogen wir von Columbo nach Male. Der ereignislose Flug endete mit einer Vollbremsung auf der kurzen Landebahn in Male - dass muss man mal erlebt haben. Anschließend wurden wir  mit einem Luftkissenboot in 2 Stunden zu unserem Atoll (Rasdhoo Atoll) gefahren, wo sich unser Hotel "Kuramathi Village" befand.....
Direkt bei der Ankunft war uns klar: Dies könnte das Paradies sein!
Palmen, Strand, Insel, Einsamkeit und Romantik  - einfach herrlich. Ein erster Blick auf das Küstengewässer brachte uns zum staunen - sind das etwa Babyhaie die da rumschwimmen ???

Doch dies war nur die erste von vielen Überraschungen....

Im Laufe des Urlaubes lernten wir viele tierische Einwohner kennen, sowohl auf der Insel als auch im Wasser. Darüberhinaus erlebten wir zum ersten mal einen "all inclusive" Urlaub, der seinen Namen auch verdient.

Zimmer, Hotel & Verpflegung

Als Zimmer stand ein netter, runder Strandbungalow zur Verfügung. Dieses Geräumige Häuschen ist keine Luxuseinrichtung, birgt aber jeden Komfort den man sich wünschen kann; Die Betten sind OK, Bad und Toilette sauber. Einzige negative Erfahrung: Kleinen Inselbewohner lieben es durch die Kanalisation (sprich durchs Klo) in die Zimmer einzudringen. Dementsprechend wurden man täglich von mehreren Riesenameisen (grössere habe ich noch nicht gesehen) auf der Toilette begrüßt. Zugegebenermaßen, dies war ein negative Höhepunkt. 
Nach Beschwerde bekamen wir anstandslos ein neues Zimmer. hier gab es anstatt Riesenameisen lediglich ab und an ein paar kleine Ameisen, aber ich denke für eine tropische Insel ist das durchaus normal und akzeptabel.

Die Anlage an sich besteht aus verschiedenen Appartements in diversen "Luxusklassen". Dies reicht vom einfachen Bungalow (so wie wir Ihn hatten) über kleine Strandhäuschen bis hin zu in Wasser befindlichen Luxus Häuschen. Ob es sich wirklich lohnt Geld auszugeben um direkt über dem Meer zu wohnen bleibt Geschmackssache.

Die Verpflegung fand in Buffetform statt und es gab eine große Auswahl an einheimischen und internationalen Speisen. Das Frühstück war ok, das Abendessen hingegen war besonders erwähnenswert; Wer Fisch auch nur im Entferntesten mag, der wird ihn hier lieben. Hier ist die Stärke der inselansässigen Köche zu finden...
Auch als Vegetarier sollte man hier jeden Abend satt werden.
Auf der Insel stehen einem zusätzlich verschiedene Restaurants zur Verfügung, im "all inclusive" Pakte inbegriffen ist allerdings lediglich das "Hauptrestaurante". Einziger negativer Aspekt: Wenn es im Restaurante voll ist, wird man zusammen mit anderen Gästen an einen Tisch platziert.

Normalerweise wuerde ich dies als störend empfinden, aber in dem Fall hatten wir ein nettes Ehepaar kennen gelernt, die uns viel über die Insel, über "Fischkunde" und sonstiges erzählt haben, insofern war dies ein unverhoffter Gewinn.

Abends kann man an der Bar sich quer durch die Getränkekarte trinken - wenn man die Lust und Kraft dazu hat. Uns fehlte dazu Abends absolut die Kraft, da wir jeden Tag von morgens bis Abends genossen haben und längeres Schnorcheln doch ganz schön schlaucht. In jedem Fall ist die all inclusive Bedienung  und Auswahl ok, man muss auch kein Bier aus Plastikbechern trinken oder sich mit Billigimitaten diverser Alkoholsorten begnügen - es ist für alles gesorgt.

Ausflugs- und Unterhaltungsmöglichkeiten

- Mondscheinfahrt

Empfehlenswert - für 7 Euro sieht man den Sonneuntergang vom offenen Meer aus. Es hat sich gelohnt

- Robinson Trip

Man lässt sich auf einer unbewohnten Insel morgens aussetzen und wir Abends wieder abgeholt. Leider haben wir diese Möglichkeit nicht wahrgenommen und können daher keinen Erfarhungsbericht liefern

- Besuch Nachbarinsel

Nicht so empfehlenswert; von Land und Leute bekommt man nicht sonderlich viel mit. Vielleicht würde ein Ausflug nach Male da mehr bringen.

- diverse Tauchtrips / Tauchschulen

Diese Optionen haben wir leider nicht wahrgenommen.

Schnorcheln

Das absolute Highlight dieses Urlaubes war die Schnorchelmöglichkeit!
Als absolute Anfänger (vorher noch nie durch einen Schnorchel gepustet) gingen wir ins Wasser. Zunächst vorsichtig, denn so klares Wasser kennt man gar nicht - vielleicht beisst es ja ?? Bereits direkt am Strand schwimmen kleine Fische, die auch tatsächlich farbig sind (Ich dachte farbige Fische gibt es nur im Aquarium oder im Film ;o). Ausserdem im Küstenwasser vertreten: Babyhaie, die die ganze Zeit um Schwärme von kleineren Fischen kreisen und sich immer wieder einen Happen gönnen. Diese Minihaie interessieren sich übrigens ebenso wenig für Tauscher und Schnorchler wie alle anderen Wesen denen wir im Wasser begegnet sind.
Auch faszinierend zu beobachten: Die Strategie der Seevögel. Diese stehen einfach nur am Strand und warten auf den nächsten Angriff der Babyhaie auf die Fische. Die Fische springen dabei in alle Richtungen, so dass der geübte Herr Seevogel nur im richtigen Moment den Schnabel für einen kleinen Snack öffnen muss.

Schwimmt man bis zum Riff dann entdeckt man was das Wort "Korallen" bedeuten könnte. Einmal soweit geschwommen fällt der Weg durch Aussenriff nicht mehr schwer, auch wenn dies - aufgrund des extrem niedrigen Wasserspiegels - mit ein wenig Übung  noch einfacher funktionieren könnte. Einmal am Aussenriff angekommen, kommt man aus dem Staunen nicht mehr raus; Überall tummeln sich Fische in den verschiedensten Farben, Korallen in einer ungeahnten Schönheit, einfach eine eigene Welt von der man ein ganz kleines Stück besichtigen darf.
Papgeifische, Zackenbarsche, Seenadeln, Thunfische, Riffhaie, ja, selbst Nemo konnten wir besuchen. Alle bis auf die Haie waren auch sehr fotogen - die Haie wollten sich lieber nicht fotografieren lassen bzw. bewegten sich für meine Kamera zu fix..

Fazit

Ein traumhafter Urlaub. Jederzeit gerne wieder.



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